Lagerumschlaghäufigkeit – Grundlagen
Die Lagerumschlaghäufigkeit gibt an, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand innerhalb eines Jahres komplett verkauft und erneuert wurde. Ein hoher Wert signalisiert effizienten Lagereinsatz und geringe Kapitalbindung. Die Kennzahl ist ein wichtiger Indikator für Liquidität und Betriebseffizienz.
Ø Lagerbestand = (Anfang + Ende) / 2
Umschlaghäufigkeit = Wareneinsatz / Ø Lagerbestand
Lagerdauer (Tage) = Basis / Umschlaghäufigkeit
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein guter Lagerumschlag?
Der optimale Wert variiert stark nach Branche. Im Lebensmittelhandel sind 15–30 Umschläge pro Jahr üblich, im Maschinenbau 3–6. Generell gilt: Je höher, desto besser – solange Lieferengpässe vermieden werden.
Wie kann ich den Lagerumschlag verbessern?
Möglichkeiten zur Verbesserung: Just-in-Time-Lieferung einführen, langsam drehende Artikel identifizieren und reduzieren, Nachfrageprognosen verbessern, Lieferzeiten verkürzen und überflüssige Sicherheitsbestände abbauen.
Was bedeutet eine niedrige Lagerumschlaghäufigkeit?
Ein niedriger Wert deutet auf gebundenes Kapital, mögliche Überbestände, veraltete Ware oder schwache Nachfrage hin. Dies erhöht Lagerkosten und Abschreibungsrisiken und kann die Liquidität des Unternehmens belasten.
Welchen Unterschied macht die Berechnungsbasis (360 vs. 365 Tage)?
Das kaufmännische Jahr mit 360 Tagen (12 × 30 Tage) vereinfacht die Berechnung und ist in der deutschen Handelspraxis verbreitet. Das Kalenderjahr mit 365 Tagen ist präziser. Die Wahl der Basis sollte innerhalb eines Unternehmens konsistent bleiben.