Lithische Analyse Rechner

Berechnen Sie morphologische Attribute und Indizes für die quantitative Analyse lithischer Artefakte.

Elongationsindex (L/B)
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Artefaktklassifikation

Quantitative Analyse lithischer Artefakte

Die lithische Analyse beschäftigt sich mit der systematischen Untersuchung von Steinwerkzeugen aus archäologischen Kontexten. Zu den wichtigsten metrischen Attributen zählen Länge, Breite und Dicke des Artefakts sowie der Schlagwinkel (EPA – Exterior Platform Angle). Aus diesen Grundmaßen werden Formindizes wie der Elongationsindex (L/B), der Flächenindex und das Volumen berechnet, die Rückschlüsse auf Herstellungstechnik und Funktion erlauben.

Häufige Fragen
Was ist der Elongationsindex?

Der Elongationsindex (L/B) ist das Verhältnis von Länge zu Breite. Werte über 2 gelten als elongiert (lang und schmal), Werte unter 1,5 als kompakt (breit). Klingen haben typischerweise L/B > 2.

Was ist der Exterior Platform Angle (EPA)?

Der EPA (Schlagwinkel) ist der Winkel zwischen der Schlagflächenkante und der Ventralfläche des Abschlags. Werte unter 90° deuten auf präparative Kerne hin, Werte von 90–115° sind typisch für Levallois-Technik.

Wie unterscheidet man Abschlag und Klinge?

Nach der gängigen Definition (Inizan et al. 1999) ist ein Artefakt eine Klinge, wenn Länge mindestens doppelt so groß wie die Breite ist (L ≥ 2B) und parallele Kanten aufweist. Artefakte mit L/B zwischen 1,5 und 2 gelten als Lamellen.

Was ist ein Flächenindex bei Steinwerkzeugen?

Der Flächenindex (B/D = Breite/Dicke) gibt die relative Dicke eines Artefakts an. Hohe Werte (flach) deuten auf fortgeschrittene Bearbeitung hin, niedrige Werte (dick) auf frühe Abbaustufen oder Kerne.

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