Ketogene Ernährung – Grundlagen
Die ketogene Diät ist eine sehr kohlenhydratarme, fettreiche Ernährungsform, bei der typischerweise 70–75 % der Kalorien aus Fett, 20–25 % aus Protein und nur 5 % aus Kohlenhydraten stammen. Durch die drastische Reduzierung der Kohlenhydratzufuhr (unter 50 g/Tag) wechselt der Körper in den Zustand der Ketose, bei dem er Ketonkörper aus Fett als primäre Energiequelle nutzt.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, in Ketose zu kommen?
Die meisten Menschen erreichen nach 2–7 Tagen strikter Keto-Ernährung (unter 20–50 g Kohlenhydrate täglich) die Ketose. Sport und Fasten können den Prozess beschleunigen. Ketose lässt sich mit Urin-Teststreifen, Blutmessgeräten oder Atemtests nachweisen.
Was sind typische Keto-Lebensmittel?
Erlaubt: Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Butter, Avocados, Nüsse, Samen, grünes Gemüse und Öle. Zu meiden: Brot, Pasta, Reis, Kartoffeln, Zucker, Obst (außer Beeren in Maßen), Hülsenfrüchte und die meisten Milchprodukte mit hohem Laktosegehalt.
Was ist die Keto-Grippe?
In den ersten 1–2 Wochen können Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Reizbarkeit auftreten – bekannt als „Keto-Grippe". Diese entstehen durch Flüssigkeitsverlust und Elektrolytmangel. Gegenmittel: viel Wasser trinken und Natrium, Kalium und Magnesium supplementieren.
Ist ketogene Ernährung langfristig sicher?
Für die meisten gesunden Erwachsenen gilt Keto als sicher. Langzeitstudien zeigen Verbesserungen bei Insulinsensitivität und Lipidprofil. Menschen mit Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen oder Diabetes sollten vor Beginn einen Arzt konsultieren. Regelmäßige Blutbildkontrollen werden empfohlen.