Batterieplanung für die Schiffselektrik
Die richtige Dimensionierung der Schiffsbatterie ist entscheidend für einen sicheren und komfortablen Bordbetrieb. Als Faustregel gilt: Die nutzbare Kapazität sollte nie unter 50 % der Nennkapazität entladen werden (bei Blei-Säure-Batterien). Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LiFePO4) können tiefer entladen werden und bieten deutlich mehr Zyklen. Die empfohlene Gesamtkapazität liegt beim 1,5- bis 2-fachen des berechneten Bedarfs.
Häufig gestellte Fragen
Welche Batterie eignet sich für Schiffe? AGM- und Gel-Batterien sind wartungsfrei und vibrationssicher – ideal für Boote. LiFePO4-Batterien bieten die beste Energiedichte und längste Lebensdauer, sind aber teurer.
Wie viel Ah brauche ich für 2 Tage Autonomie? Das hängt von Ihren Verbrauchern ab. Ein typisches Segelboot mit Navigation, Licht und Kühlbox benötigt ca. 80–120 Ah pro Tag, also 200–300 Ah für 2 Tage.
Was bedeutet Entladetiefe (DoD)? Die Entladetiefe gibt an, wie viel Prozent der Batteriekapazität genutzt wird. Blei-Akkus sollten max. 50 % entladen werden, LiFePO4 bis zu 80 %.
Wie lade ich die Schiffsbatterie auf? Über den Fahrzeugmotor (Lichtmaschine), Landstrom-Ladegerät, Solarpanele oder einen Windgenerator. Eine Kombination mehrerer Quellen ist für Langfahrten empfehlenswert.