Wasserbedarf im Garten berechnen
Der Wasserbedarf von Pflanzen wird in Millimetern pro Woche gemessen – 1 mm Niederschlag entspricht 1 Liter Wasser pro m². Ein Rasen benötigt in der Wachstumsphase etwa 20–30 mm/Woche, was bei 100 m² Rasenfläche 2.000–3.000 Liter pro Woche entspricht. Tropfbewässerungssysteme sind dabei deutlich effizienter als Sprinkleranlagen, da kaum Verdunstungsverluste entstehen.
Bruttobedarf (L) = (Bedarf − Regen) × Fläche / Effizienz
Kosten (€) = Bruttobedarf / 1000 × Preis (€/m³)
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Zeit zum Gießen?
Am frühen Morgen (6–10 Uhr) ist die optimale Gießzeit: Die Pflanzen können das Wasser aufnehmen, bevor die Mittagshitze die Verdunstung erhöht, und die Blätter trocknen vor dem Abend, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Abends gießen fördert Schimmelbildung. Mittags gießen führt zu hohen Verdunstungsverlusten.
Wie viel Wasser benötigt ein Rasen im Sommer?
Ein Rasens benötigt bei Trockenheit 20–30 Liter pro m² pro Woche (entspricht 20–30 mm Niederschlag). Bei 100 m² Rasenfläche sind das 2.000–3.000 Liter wöchentlich. Besser seltener (1–2 x/Woche) tief gießen als täglich oberflächlich – tiefe Wurzeln sind trockenstressresistenter.
Welches Bewässerungssystem ist am effizientesten?
Tropf- und Tröpfchenbewässerung erreichen 85–95 % Effizienz, da Wasser direkt an der Wurzel abgegeben wird. Sprinkleranlagen erreichen 60–75 %, Handschlauch etwa 50–60 %. Regenwassertanks und Zisternen können die Kosten erheblich reduzieren.
Wie viel kostet Gartenwasser in Deutschland?
Der Wasserpreis variiert je nach Gemeinde zwischen 1,50 und 5,00 €/m³. In Deutschland zahlen Haushalte im Schnitt etwa 2,50 €/m³. Bei einem großen Garten mit 500 m² summieren sich die Bewässerungskosten im Sommer schnell auf 100–300 € pro Saison.