Der Passivhaus-Standard
Ein Passivhaus benötigt laut Passivhaus Institut Darmstadt maximal 15 kWh/(m²a) Heizwärme. Zum Vergleich: Ein Altbau verbraucht oft 150–300 kWh/(m²a). Erreicht wird dies durch sehr gute Wärmedämmung (U-Werte unter 0,15 W/m²K), Wärmebrückenfreiheit, luftdichte Gebäudehülle und eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (WRG ≥ 75 %).
Passivhaus: Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh/(m²a)
Primärenergie: ≤ 120 kWh/(m²a) (klassisch)
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Passivhaus mehr als ein Standardbau? Passivhäuser kosten in der Errichtung ca. 5–15 % mehr als vergleichbare Niedrigenergiehäuser. Die Mehrkosten amortisieren sich durch niedrige Energiekosten meist in 10–20 Jahren.
Brauche ich noch eine Heizung im Passivhaus? Ja, aber sehr kleine. Oft reicht ein Luft-Wasser-Wärmepumpen-System oder eine Holzpelletheizung. Viele Passivhäuser nutzen die Nachheizung integriert in der Lüftungsanlage.
Wie funktioniert die Wärmerückgewinnung? Die Abluft erwärmt über einen Wärmetauscher die frische Außenluft, ohne dass die Luftströme sich mischen. Effizienzen von 75–95 % sind möglich.
Was ist der Unterschied zwischen Passivhaus und KfW-Effizienzhaus? KfW-Effizienzhäuser (z.B. KfW 40) sind eine deutsche Förderkategorie. Das Passivhaus-Zertifikat ist strenger und international anerkannt.