Mörtel – Zusammensetzung und Anwendung
Mörtel ist ein Gemisch aus Bindemittel (Zement, Kalk oder Gips), Zuschlag (Sand) und Wasser. Je nach Anwendung und Festigkeitsklasse (Mörtelgruppe) variiert das Mischungsverhältnis. Normgerechte Mörtel nach DIN EN 998 sichern die Qualität im Bauwesen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Mauermörtel und Putzmörtel?
Mauermörtel (Mörtelgruppe II-III) verbindet Steine und muss Druckkräfte übertragen. Putzmörtel hat eine feinere Körnung, muss besser haften und wird dicker aufgetragen. Außenputz braucht höhere Wetterbeständigkeit als Innenputz.
Wie viel Wasser kommt in den Mörtel?
Das Wasser-Zement-Verhältnis (w/z-Wert) liegt typischerweise zwischen 0,4 und 0,6 (40-60 mL Wasser pro 100g Zement). Zu viel Wasser macht den Mörtel schwächer, zu wenig erschwert die Verarbeitung. Optimal ist eine streichfähige, aber nicht fließende Konsistenz.
Wie lange dauert das Abbinden von Mörtel?
Zementmörtel beginnt nach ca. 2-4 Stunden abzubinden und erreicht nach 28 Tagen seine volle Festigkeit. Kalkhaltige Mörtel binden langsamer ab. Bei Frost unter 5°C darf nicht gemauert werden, da der Hydrationsprozess zum Erliegen kommt.
Was bedeuten die Mörtelgruppen?
DIN EN 998 unterscheidet: MG I (weich, historisch), MG IIa (Standard, 1:4 Zement:Sand), MG IIb (fester), MG III (harter Zementmörtel 1:3), MG IV (Spezialmörtel). Höhere Gruppen sind fester, aber weniger elastisch.